Um 16 v.Chr. errichteten die Römer ein Militärlager an einer strategisch wichtigen Stelle am Rhein nördlich der Provinzhauptstadt Colonia. Sie nannten das Lager „Novaesium„. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Lager, das zunächst mit Erdwällen und Holzpalisaden befestigt war, immer weiter ausgebaut. Um die Mitte des 1. Jahrhunderts entstand nördlich der Erftmündung dann ein aus Stein errichtetes Legionslager, in dem ca. 6.500 Soldaten stationiert waren. Gemessen an der übrigen Besiedelung muss man sich das wie eine Großstadt vorstellen.
Die Überlegenheit der römischen Kultur in diesem Zeitalter resultierte unter anderem in ihrem Organisationstalent. Zwar wurde ein großer Teil der benötigten Waren zu Land und auf dem Rhein per Schiff bezogen, aber für eine so große Zahl an Menschen konnte man nicht alles importieren. Die Römer bezogen einen großen Teil ihrer Lebensmittel und Produkte aus der Region. Spätestens ab 14 n.Chr. entstand etwas nördlich des Legionslagers auf einer hochwassergeschützten Anhöhe, die heute Büchel heißt, eine zivile Siedlung. Hier lebten die überwiegend einheimischen Händler, Handwerker und Arbeiter mit ihren Familien, die einerseits den Römern dienten aber andererseits auch sehr von ihnen profitierten. Der Name des Legionslagers wurde auch auf die Siedlung übertragen.
Neuss war geboren.
Doch aller Anfang ist schwer. Kaum gegründet und etabliert, wurde die Siedlung bereits 70 n.Chr. während eines Bataveraufstands völlig zerstört.
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